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Basiswissen: Gabelstaplerbatterie


Die Gabelstaplerbatterie ist der Energie- und Leistungsträger im Elektrogabelstapler. Die Batterien bestehen aus mehreren Zellen mit positiven Röhrchenplatten, auch bekannt als Panzerplatten-Technologie und besitzen in der Regel eine Batteriespannung von 24V, 36V, 48V oder 80V. Die Gabelstaplerbatterie gibt es in vier unterschiedlichen Batterietypen PzS, PzV, PzB und PzVB.

Wofür stehen die einzelnen Eigenschaften einer Staplerbatterie?



(1) Spannung
(2) Positive Bleiplatten pro Zelle
(3) Technologie/Bauart
(4) Nennkapazität

Die Batterietypen im Überblick:


PzS

steht für Standard Panzerplattenbatterie. Geschlossene, robuste Blei-Säure-Batterietechnik. Es handelt sich dabei um eine Batterie, die mit flüssigem Elektrolyt (Gemisch aus Schwefelsäure und entmaterialisiertem/speziell gereinigtem Wasser) befüllt ist und für den täglichen Einsatz im Betrieb geeignet ist.

Die Abmessungen der Zellen entsprechen der DIN-Norm. zu den PzS-Batterien

PzB Technologie

Die PzB arbeitet mit der gleichen Technologie. Die Besonderheit sind die Maße, die nach britischem Standard bemessen werden.

Beide Typen sind nicht wartungsfrei. zu den PzB-Batterien

PzV Technologie

Mit PzV bezeichnet man eine wartungsfreie und verschlossene Batterie . Der Elektrolyt ist dabei in einem Gel gebunden.

Die Bauform (Maße der Zelle) entspricht dem DIN-Standard.

PzVB Technologie

Die PzVB besitzt die gleichen Eigenschaften, wie die PzV. Lediglich die Abmessungen entsprechen der britischen Norm.

Der richtige Umgang mit Gabelstaplerbatterien für eine lange Lebensdauer



  1. Prüfen Sie die Batterie auf mechanisch einwandfreien Zustand.
  2. Batterieendableitung ist kontaktsicher und polrichtig zu verbinden.
    • Ansonsten können Batterie, Fahrzeug oder Ladegerät stark beschädigt werden.
  3. Anzugsmomente für Polschrauben der Endableiter und Verbinder: (23 +_ 1NM)
  4. Elektrolytstand kontrollieren
    • (s. Gebrauchsanweisung f. Staplerbatterien)


Entladungen von mehr als 80% der Nennkapazität sollten dringend vermieden werden. Diese Tiefentladungen führen zu einem schnelleren Verschleiß und somit frühen Ableben der Batterie.

Um Tiefentladungen zu verhindern, laden Sie Ihre Batterie bestenfalls täglich auf. Da Gabelstaplerbatterien mit Elektrolyt befüllt sind, welches bei falschem Umgang zu Explosionen oder Hautreizungen führen kann, beachten Sie, bevor Sie die Batterie vom Ladegerät trennen, unbedingt alle Sicherheitshinweise.

  1. Öffnen Sie den Batterieraum des Gabelstaplers, damit Sie Ihr Ladegerät anschließen können.
  2. Warten Sie immer bis sich das Ladegerät automatisch abschaltet und vermeiden Sie unter allen Umständen die Unterbrechung einer Ladung.
  3. Müssen Sie eine Ladung doch aus wichtigen Gründen abbrechen, schalten Sie zuerst das Ladegerät aus, bevor Sie den Ladestecker ziehen.
  4. Füllen Sie die Batterie immer erst nach dem Ladeprozess auf! Dabei ist ein Aquamatik-System hilfreich. Trennen Sie die Verbindung zwischen Fülleinrichtung und Batterie erst nach Stillstand des Durchlaufflussanzeigers. Das Nachfüllen entfällt bei PzV und PzVB Batterien.
  5. Nachgefüllt wird mit entmineralisiertem Wasser (DIN 43530) – NICHT mit Schwefelsäure!

Beim Ein-Schicht- Betrieb empfehlen wir das Befüllen einmal die Woche, bei Mehrschichtbetrieben alle drei Tage.

Generell raten wir Ihnen die Batterie immer sauber und trocken zu halten und Montagearbeiten nur mit vorgesehenem isoliertem Werkzeug durchzuführen.

Schon geringe Mengen austretender Elektrolytpartikel während der Batterieladung können eine schwach leitende Schicht auf der Batterieoberfläche bilden und dadurch Kriechströme verursachen.

Diese Kriechströme können zur Selbstentladung der Zellen oder gar Funkenbildung führen. Funkenbildung kann im schlimmsten Falle eine Explosion und/oder einen Batteriebrand verursachen.


  1. Nur mit Gleichstrom laden.
    Alle Ladeverfahren nach DIN 41773 und DIN 41774 sind zulässig.

  2. Temperatur beachten
    Beim Laden steigt die Elektrolyttemperatur um ca. 10°C an. Die Grenztemperatur ist 55°C und ist nicht als Betriebstemperatur zulässig. 30°C sieht man als Nenntemperatur an. Höhere Temperaturen verkürzen die Lebensdauer, niedrigere Temperaturen verringern die verfügbare Kapazität. Temperaturen unter 0°C können das Einfrieren von Aquamatik Systemen stark begünstigen. Die Elektrolyttemperatur von Batterien soll vor der Ladung mindestens 10°C betragen, da sonst keine ordnungsgemäße Ladung erreicht wird. Die Ladung gilt als abgeschlossen, wenn die Elektrolytdichte und Batteriespannung über 2 Stunden konstant bleiben.

  3. Ausgleichsladungen durchführen
    Eine Ausgleichsladung ist nur unter bestimmen Voraussetzungen (z. B. Mangelladung) notwendig. Bei Rückfragen zu diesem Thema beraten wir Sie gerne!

  4. Regelmäßige Überprüfung der Batterie
    • Funktioniert das Ladegerät?
    • Liegen die Nenndichte bei 1,29 kg/l und Temperatur des Elektrolyten bei 30°C?
    • Beträgt die Spannung der Einzelzelle min. 2,12V und passt die entsprechende Gesamtspannung?

    Die Messungen führen Sie frühestens 30 Minuten nach der letzten Ladung durch. Säubern Sie Ihre Batterie und saugen Sie bei Bedarf überschüssige Säure vom Trog ab. Den Vorgang führen Sie am besten monatlich durch. Lassen Sie nach Bedarf aber min. einmal jährlich den Isolationswiderstand des Gabelstaplers und der Batterie durch eine Fachkraft prüfen (DIN VDE 0117).

  5. Richtige Lagerung
    Wenn Sie Ihre Batterie für längere Zeit aus dem Betrieb nehmen, sollten Sie diese in einem trockenen, frostfreien Raum lagern und in regelmäßigen Abständen nachladen.


Ein Aquamatik System ist ein automatisches Batteriebefüllsystem, welches Ihnen die Wartung und Pflege Ihrer Gabelstaplerbatterie erleichtert.

Der Nachfüllvorgang wird gesteuert, sodass alle einzelnen Batteriezellen den korrekten Nennelektrolytstand besitzen.

Ihre Vorteile:

  1. Mehr Sicherheit: Sie kommen nicht in Kontakt mit Batteriesäure.
  2. Hohe Präzision: Das System ermittelt immer die richtige Befüllmenge.
  3. Zeitersparnis: Das Öffnen der Verschlusskappen und manuelle Befüllen fällt weg.
  4. Kostenreduktion: Zeit ist bekanntlich Geld und durch die Zeitersparnis sinken auch Ihre Kosten.
Wir liefern grundsätzlich jede Staplerbatterie inkl. einer montierten BFS-Aquamatik aus.

Das Schaubild zeigt eine exemplarische Darstellung des Aquamatik Systems:
Aquamatik Schema

Für die Wasserzufuhr wird das Wassernachfüllsystem mit einem zentralen Wasseranschluss versehen. Dieser Anschluss, sowie die Verschlauchung der einzelnen Stopfen wird mit Weich-PVC-Schlauch vorgenommen. Die Schlauchenden werden jeweils auf die Schlauchanschlusstüllen der T-Stücke aufgesteckt.

Das im Stopfen befindliche Ventil in Verbindung mit dem Schwimmer und dem Schwimmergestänge steuert den Nachfüllvorgang in Bezug auf die erforderliche Wassermenge.

Beim BFS-System wird über den Schwimmer und dem Schwimmergestänge über ein Hebelsystem das Ventil beim Erreichen des maximalen Füllstandes, mit der 2,5-fachen Auftriebskraft verschlossen und unterbricht somit sicher den Wasserzulauf.

Die Wassernachfüllanlage ist so zu betreiben, dass ein Wasserdruck in der Wasserleitung von 0,3 bar bis 1,8 bar entsteht.

Je nach Umgebungstemperatur, Eisatzbedingung der Batterie und des Befülldrucks dauert die Befüllung ca. 30sek bis 4min.

Die Wasserzuleitung wird erst am Ende des Befüllvorgangs manuell getrennt.

Es gibt noch verschiedenes Zubehör, welches zum Aquamatik-System erworben werden kann. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!

Strömungsanzeiger
Zur Überwachung des Befüllvorganges kann batterieseitig in die Wasserzuleitung ein Strömungsanzeiger eingebaut werden. Beim Befüllvorgang wird das Schaufelrädchen durch das fließende Wasser gedreht. Nach Beendigung des Füllvorganges kommt das Rädchen zum Stillstand, wodurch das Ende des Befüllvorganges angezeigt wird.

Stopfenheber
Zur Demontage der Stopfensysteme darf nur das dazugehörige Spezialwerkzeug (Stopfenheber) verwendet werden. Um Beschädigungen an den Stopfensystemen zu vermeiden ist das Heraushebeln der Stopfen mit größter Sorgfalt vorzunehmen.

Klemmringwerkzeug
Mit dem Klemmringwerkzeug kann zur Erhöhung des Anpressdruckes der Verschlauchung auf die Schlaucholiven der Stopfen ein Klemmring aufgeschoben bzw. wieder gelöst werden.

Filterelement
In die Batteriezuleitung zur Batteriewasserversorgung kann aus Sicherheitsgründen ein Filterelement eingebaut werden. Dieses Filterelement hat einen max. Durchlassquerschnitt von 100 bis 300μm und ist als Schlauchfilter ausgeführt.

Verschlusskupplung
Der Wasserzufluss zu den Wassernachfüllsystemen (BFS) erfolgt über eine zentrale Zuleitung. Diese wird über ein Verschlusskupplungssystem mit dem Wasserversorgungssystem der Batterieladestelle verbunden. Batterieseitig ist ein Verschlussnippel montiert. Wasserversorgungsseitig ist bauseitig eine Verschlusskupplung vorzusehen.


Die Elektrolytumwälzung ist eine Zusatzausrüstung für Blei-Säure Batterien und der dazugehörigen Ladetechnik die nur im Bedarfsfall verbaut werden sollte. Jede Batteriezelle wird mit einem Luftzufuhrröhrchen sowie der entsprechenden Verschlauchung und Kupplungssystem versehen. So kann der Elektrolyt während des gesamten Ladeprozesses umgewälzt, also vermischt, werden.

Ihre Vorteile:

  1. Verringerte Ladezeit (häufig auf Kosten der Lebensdauer/Lebenszyklen der Batterie)
  2. Säureschichtung in den Zellen wird verhindert

Achtung:
Wird ein installiertes EUW-System nicht oder nicht regelmäßig benutzt oder unterliegt die Batterie größeren Temperaturschwankungen kann es zu einem Rückfluss des Elektrolyten in das Schlauchsystem kommen. In diesen Fällen ist die Luftzufuhrleitung mit einem separaten Kupplungssystem zu versehen.


  • Arbeiten an Batterien nur nach Unterweisung durch Fachpersonal!
  • Bei Arbeiten an Batterien Schutzbrille und Schutzkleidung tragen!
  • Die Unfallverhütungsvorschriften sowie DIN EN 50272-3, DIN 50110-1 beachten!
  • Rauchen verboten!
  • Keine offene Flamme, Glut oder Funken in die Nähe der Batterie, da Explosions- und Brandgefahr! Danach unverzüglich einen Arzt aufsuchen.
  • Mit Säure verunreinigte Kleidung mit Wasser auswaschen.
  • Explosions- und Brandgefahr, Kurzschlüsse vermeiden!
  • Elektrolyt ist stark ätzend!
  • Batterie nicht kippen!
  • Nur zugelassene Hebe- und Transporteinrichtungen verwenden, z.B. Hebegeschirre gem. VDI 3616. Hebehaken dürfen keine Beschädigungen an Zellen, Verbindern oder Anschlusskabeln verursachen!
  • Gefährliche elektrische Spannung!
  • Achtung! Metallteile der Batteriezellen stehen immer unter Spannung, deshalb keine fremden Gegenstände oder Werkzeuge auf der Batterie ablegen!


  1. Beachten Sie die Sicherheitshinweise und lesen Sie aufmerksam die Gefahrenhinweise der Gebrauchsanweisung Ihrer Gabelstaplerbatterien. Beachten Sie auch die Reinigungsvorschriften des Herstellers.
  2. Bauen Sie die Batterie aus dem Fahrzeug aus.
  3. Wählen Sie den Aufstellungsort so, dass dabei entstehendes elektrolythaltiges Spülwasser in eine dafür geeignete Abwasserbehandlungsanlage zugeleitet werden kann. Bei der Entsorgung von gebrauchtem Elektrolyten bzw. entsprechendem Spülwasser sind die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften sowie die Wasser-und Abfallrechtlichen Vorschriften zu beachten.
  4. Halten Sie die Zellen geschlossen. Das Öffnen oder Abnehmen der Zellenstopfen ist verboten.
  5. Kunststoffteile der Batterie, insbesondere die Zellengefäße, dürfen Sie nur mit gereinigtem Wasser bzw. wassergetränkten Putztüchern ohne Zusätze reinigen.
  6. Trocknen Sie Batterieoberfläche mit geeigneten Mitteln z.B. mit Druckluft oder mit Putztüchern.
  7. Falls Flüssigkeit in den Batterietrog gelangt ist, müssen Sie dieses absaugen.

Um beim Reinigungsvorgang Schäden an Kunststoffteilen wie den Zellendeckeln, der Isolierung der Zellenverbinder und der Stopfen zu vermeiden, sind die folgenden Punkte zu beachten:

  • Die Zellenverbinder müssen fest angezogen bzw. fest eingesteckt sein.
  • Die Zellenstopfen müssen aufgesetzt, d.h. geschlossen sein.
  • Es dürfen keine Reinigungszusätze verwendet werden.
  • Die maximal zulässige Temperatureinstellung für das Reinigungsgerät ist: 140°C. Damit wird in der Regel sichergestellt, dass im Abstand von 30 cm hinter der Austrittsdüse eine Temperatur von 60°C nicht überschritten wird.
  • Ein Abstand der Austrittsdüse eines Strahlreinigers von der Batterieoberfläche soll 30 cm nicht unterschreiten.
  • Der maximale Betriebsdruck soll 50 bar betragen.
  • Die Batterien sind großflächig zu bestrahlen, um lokale Überhitzungen zu vermeiden.
  • Nicht länger als 3 Sekunden auf einer Stelle mit dem Strahl verharren. Nach dem Reinigen ist die Batterieoberfläche mit geeigneten Mitteln zu trocknen, Z.B. mit Druckluft oder mit Putztüchern.
  • Es dürfen keine Heißluftgeräte mit offener Flamme oder mit Glühdrähten verwendet werden.
  • Eine Oberflächentemperatur der Batterie von maximal 60°C darf nicht überschritten werden.
  • Flüssigkeit, die in den Batterietrog gelangt ist, muss abgesaugt und unter Beachtung der zuvor genannten Vorschriften entsorgt werden. (Einzelheiten hierzu siehe auch DIN EN 50272-1, Abschnitt 10.3 und 14, bzw. ZVEI Merkblatt: "Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Elektrolyt für Bleiakkumulatoren").